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Walburga - Zum Erzählen geboren!
Was erzählen Sie denn so?
Wo und Wann? (Termine)
... in der Treisberger Erzählscheune
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Eröffnet wurde sie zum Jubiläumsfest „750 Jahre Treisberg“ am 25./26. Juni 2022 mit einer hoch gelobten Ausstellung zu den früheren Bewohnern unseres Hofes.

Nun darf sie sich gerne zum „Geheimtipp“ für Kunst und Kultur in Schmitten im Taunus entwickeln. Ich nutze sie (von Ostern bis Oktober/November) als wetterunabhängige Alternative zu meinem Märchenzelt im Garten.

Kommt und lasst Euch verzaubern!


Unsere "Treisberger Erzählscheune" befindet sich direkt am Fuße des Pferdskopfes mit seinem herrlichen Aussichtsturm. Die Idyllle des kleinsten Dorfes im Taunus macht die Umgebung perfekt für eine Verbindung von Natur und Kultur. So können die Veranstaltungen mit Spaziergängen verbunden werden. Ich nenne es dann "Herzwandeln im Taunus".

LAUSCHEN und STAUNEN bei:

---> Märchen und Sagen...
frei und lebendig erzählt, für Kinder und Erwachsene, so wie in Alter Zeit: in authentischem Ambiente mit einer Erzählerin in der Gewandung der Dorfbewohnerinnen des 19. Jh.

---> Geschichte(n) ...
erzählerische Zeitreisen in die Vergangenheit, z. B. Schulgeschichten oder von den "starken Frauen in alten Zeiten".

---> Ausstellungen ...
und Lesungen können auch von anderen Künstler/innen angefragt werden. Auch Besichtigungen für Gruppen nach Absprache sind möglich! 

Zur Zeit bietet die Scheune Platz für ca. 12 - 15 Zuhörer/innen.


WINTERRUHE
bis voraussichtlich April 2023!


Zur Zeit ist die Scheune für Besichtigungen und öffentliche Veranstaltungen geschlossen. 


klick hier: "Wo und Wann (Termine)"


---> "Seelenschimmern"
Lausch-Erlebnisse für Gruppen und Anlässe aller Art und nach Absprache auch in Kombination mit einer Wanderung um den Pferdskopf und/oder Feuerschale sowie Umtrunk auf dem Hof möglich. Thematisch sind da praktisch keine Grenzen gesetzt -
Schaut einfach bei "Was erzählen Sie denn so?"

---> "Hirngespinste - Wortgespinste"
Die kreative Erzähl- oder Schreibwerkstatt für Erwachsene zu besonderen Anlässen und Festen ... z. B. auch als Junggesellinnen-Abschied, Jahreskreis-Feste, Freundeskreise. Ganz egal, zu welchem besonderen Anlass und ob das Ergebnis live auf dem Fest erzählt werden soll oder in schriftlicher Form (Buch, Comic, Bildergeschichte) weiter gereicht wird ... den goldenen Erzählfaden und Ideen-Tautropfen für die Umsetzung könnt Ihr von mir bekommen!
(auch als Einzel-Coaching möglich!)


Alles fing mit den Feldpostbriefen an, die 2020 plötzlich auftauchten, nachdem wir kurz zuvor dieses Haus hier gekauft hatten. Meine daraus folgenden Recherchen zu den Vorfahren der letzten Besitzer und das langsame Entrümpeln brachten weitere Funde ans Tageslicht. Mit viel Liebe zu traditionellen Detailsschufen meine Familie und ich dann im Frühjahr einen bequemen Zugang auf den Heuboden und gestalteten einen ersten Teil zum Veranstaltungsraum um. 

Die Scheune, die direkt an unserem Haus angebaut ist, aber während unserer Mietzeit bis 2018 ausschließlich von dem Vorbesitzer genutzt wurde, war von Gerümpel (altes Holz, landwirtschaftliche Geräte, Werkzeug, Malermaterial). Nachdem mein Mann den größten Teil auf und unter dem Heuboden entfernt und den nur teilweise vorhandenen Steinboden komplett gepflastert hatte, ging er daran, die alten Bodenbretter zu entfernen...

... um dann mit unserem Sohn gemeinsam Balken für einen Treppenaufgang zu versetzen und zu ersetzen. Der einzige Zugang nach oben war zu diesem Zeitpunkt über eine Luke über der unteren Tür, an die eine Leiter gelegt werden musste. Oben lagerte man früher die Heuballen, die dann entweder herauf gezogen oder herunter geworfen wurden.

Gemeinsam mit unserem Schwager, der Tischler ist und extra aus Brandenburg kam, hat mein Mann dann eine Treppe und den neuen Fußboden eingebaut. Für den Treppendurchbruch wurde ein Balken gekürzt. Die nun notwendige neue schwere Eichen-Stütze spendete unser Nachbar "Gurackersch Gerhard". Die Treppe wurde fachmännisch aus einer einzigen Holzplatte von 5 m Länge geschnitten. Fragt nicht, wie es bei uns auf dem Hof mit Sägemehl aussah.

Auf den folgenden Fotos seht Ihr den Stand unmittelbar nach Einbau der Treppe.



Ich machte mir Gedanken darüber, dass unbedingt eine Absturz-Sicherung nötig sein müsste, wenn ich hier oben Veranstaltungen durchführen oder auch nur mein Sohn mit seinen Freunden "chillen" will. Dann hatte mein Mann die Idee mit den Seitenwänden des alten Leiterwagens, die über der Einstiegsluke hingen.

Mit dem Kauf des Bauholzes hatte mein Mann bereits zwei Hängelampen günstig erstanden. Aber wie sollten sie in dem hohen Raum befestigt werden. Nach einigem Probieren entstand dieses Kunstwerk.


Zuerst ein Blick auf die Krüge und Töpfe neben der Treppe. Alle fanden wir in einer großen Holzkiste, verpackt in Stroh. Einige waren beschädigt, andere noch sehr gut erhalten. Interessant sind der mit der Jahreszahl 1853 und die beiden anderen, auf denen sich aber kein Herkunftsjahr erkennen lässt.

In der Wäschetruhe befanden sich Tisch- und Unterwäsche der Mutter von Erna Scheid aus der Zeit um 1900. Alles war mit ihrem handgesticktem Monogramm "P.S." versehen. Ich habe sie gewaschen und gebügelt. Eines der Unterkleider ist nun Teil meiner Gewandung geworden (was auf dem Jubiläumsfest für sehr viel staunendes Lob gesorgt hat). Die Leinentücher, die ich nicht mehr von Flecken beseitigen konnte, wurden von mir gefärbt und als Raumabtrennung zum unfertigen Scheunenteil aufgehängt.

Wenige Tage vor der Eröffnung fand ich in einer hinteren Ecke unter alten Brettern dann noch diesen sehr gut erhaltenen Kinderstuhl. Man erkennt noch die Anzeichnungen für das Herz und die Stuhlbeine auf den Rückseiten. Es ist zu vermuten, dass er 1939/1940 noch von Eugen Scheid für seine Tochter Christa (die dann leider mit 1 Jahr starb) vor seiner Einberufung angefertigt wurde.

Weiterhin sind aus dem Nachlass vorhanden und können je nach Erzählthema angesehen werden:
* Schulhefte und Bücher von Erna Steinmetz (verh. Scheid)
* (Feldpost)-Briefe von Eugen Scheid an seine Frau
* Dokumente und Fotos der Vorfahren der Steinmetz-Familie aus der Zeit ab ca. 1850

Zum Dorffest fertigte unser Archivar für jedes der ursprünglichen Häuser solch ein Info-Blatt an. HIer seht Ihr links den Scheunenteil, der jetzt zugänglich ist. Rechts daneben steht nun mein Märchenzelt. Früher war das die "Puddelkaut" (der Misthaufen).
Das Häuschen rechts wurde mir von Dorfbewohnern immer als ein Geräte-/Gartenhaus beschrieben. Möglich ist, dass es sich um das "Hagestolz-Haus" handelte, also der Wohnsitz des unverheirateten Bruders des Hoferben. Zumindest in einem Fall aus dem 18. Jh ist das stark zu vermuten ... aber davon kann ich Euch gerne erzählen, wenn Ihr zu mir kommt.