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Erzählen ist für mich keine Kopfsache, meine Geschichten entstehen im Herzen!

„Kindern erzählt man Geschichten zum Einschlafen –
Erwachsenen, damit sie aufwachen.“

(Jorge Bucay)

Wo erzähle ich?
... auf Kleinkunstbühnen, zu besonderen privaten und geschäftlichen Festtagen (z. B. Geburtstag, Hochzeit, Firmenjubiläum, Geschäftseröffnung), bei Vereinen, in Museen, Kindergärten, Schulen, Ferienstätten, Hotels, Campingplätze, auf historischen Märkten, auf Wanderungen ... bei Kaffee, Tee und märchenhaften Essen (ob nun privat oder Erlebnisgastronomie)

Was erzähle ich?
Mein Repertoire umfasst inzwischen mehr als 150 Sagen, Märchen, literarische Erzählungen, Weisheitsgeschichten und selbst Erlebtes. Daraus wähle ich nach Absprache mit jedem  Veranstalter - entsprechend den Wünschen, Bedürfnissen und Rahmenbedingungen - jeweils ein individuelles und einzigartiges Programm und den Zeitrahmen aus.

(Hinweis: Einblicke in einige der Geschichten finden Sie weiter unten auf dieser Seite!)


Auf Eurer individuellen Rund-Tour zu sagenhaften - bekannten und versteckten - Orten im Taunus. Empfohlen für Schul-, Betriebs- und Vereinsausflüge.
Unterwegs könnt Ihr verschiedensten Geschichten lauschen.

Beispiele:

"Oberreifenberg-Tour" (Gertrudiskapelle, Burg Reifenberg, Hattstein - 6 km),
"Weiße-Mauer-Tour" oder "Altkönig-Tour" (je nach Startpunkt 6 - 11 km),
"Herzberg-Bleibeskopf-Tour" (ca 13 km)


Schlüsselmomente - Geschichten von Tür und Tor

Türen und Tore gibt es, seit die Menschen begannen, Häuser und Städte zu bauen. Türen trennen den öffentlichen vom privaten Raum, sind eine Grenze zwischen drinnen und draußen. Tore geben den Bewohnern Sicherheit. An Stadttoren waren Wächter, die Fremde einließen oder ihnen den Zutritt verwehrten - offene Tore gewährten Gastfreundschaft. Verschlossene Türen bergen stets ein Geheimnis. Das Schlüsselloch weckt die Neugier des heimlichen Beobachters.
Wir können Türen einen Spalt offen lassen. Manchmal gelangt man durch ein "Hintertürchen" zum Ziel. Doch Gesetzesbrecher landen hinter "Schloss und Riegel". Und am Ende führen "Schlüsselerlebnisse" oftmals zu neuen Erkenntnissen!

Der Erzählladen von Phil und Tilia

"Es war einer dieser wunderschönen Abende bei Phil und Tilia … bei diesem alten Erzähler-Ehepaar, mit dem ich seit Jahren befreundet war. Sie hatten schon schlohweiße Haare und ihre Haut erinnerte an gebrauchtes Pergamentpapier, doch sie waren die liebsten und wertvollsten Menschen, die ich kannte. Wenn ich ihre Stube betrat, dann war die Liebe, die die beiden umgab, sofort zu spüren. Tilia summte sanft und zärtlich dieses Lied, während sie die Teetassen sorgfältig auf den kleinen niedrigen Tisch stellte."

Hörprobe: "Wenn der Wind im Ofen singt"

So beginnt dieses Programm. Eingebettet in eine Rahmenhandlung werden 3 - 4 Geschichten erzählt, die individuell dem Anlaß entsprechend ausgewählt werden können.

Bernstein und Windflüchter

Hörprobe: "Bernstein und Windflüchter"

Das Meer ist der Ursprung des Lebens.
Das Meer erzählt so manche Mär ...
von dem Leben dort
von Menschen, Tieren und Wesen,
von Fischen und Fischern,
Schiffen und Schiffern,
von Liebe und Hass,
Not und Segen,
Habsucht und Genügsamkeit,
Stolz und Vergebung!


"Der lange Strumpfstricker aus Eschbach"

Eine wahre Geschichte, die vor fast 300 Jahren genauso geschehen ist: Ein Handwerker aus dem "Usinger Land" wird von den Werbern des Soldatenkönigs entführt, um in dessen Leibgarde ein "langer Kerl" zu werden und seine Frau macht sich zu Fuß auf den Weg, um ihm zu folgen.

Wie diese Geschichte zu mir gekommen ist und was sie mit mir gemacht hat, davon gibt es hier einen kleinen Einblick: "Geschichtenwanderung 2010". Doch natürlich bewegt es - frei und mündlich erzählt - noch viel mehr, wenn ich von dem Strumpfstricker und seiner mutigen Frau erzähle ... und von dem, was ich auf meiner eigenen Wanderschaft erlebt habe.

Dieses Programm bietet sich vor allem für Heimat-, Geschichts-, Kultur- und Landfrauenvereine an. Dauer: 2 x 60 Minuten


"Die Schöne und das Biest - ein Frühlingsmärchen"

Eine ganz besondere Variante des bekannten Märchens unter Einbeziehung von Elementen aus der musikalischen Erzählung "Die Blumenkrone" (Text: Jack Franz, Musik: Stefanie Bieber). Die kleinen Zuhörer lernen verschiedene Frühlingsblumen kennen und werden eingeladen, mitzusingen. Auch eine bildgestützte Erzählung (Kamishibai) ist bei diesem Programm möglich.

Für Kinder ab 3 Jahren geeignet.

Dauer: ca. 30 Minuten

"Von der Bauerntochter zur Königin"

Erzähltheater für stolze Buben und pfiffige Mädchen ab 9/10 Jahren. Ein Märchen, das ganz ohne Zauberei auskommt, trotzdem spannend ist und in dem die Kinder zusätzlich einiges über das Leben im Mittelalter erfahren.

Zielgruppe: Schulklassen, generationenübergreifende Feste
Dauer: 45 Minuten



"Der Ritter mit der eisernen Hand"
1953 am Harzer Bergtheater Thale: mein damals 10jähriger Vater als Sohn des "Götz von Berlichingen - ein besonderes Erlebnis in einem geschichtlich bedeutendem Jahr. (Originalfoto).
Als ich in seinem Alter war, fiel mir erstmalig das Textbuch in die Hände. Seitdem hat der "Götz" eine besondere Anziehungskraft für mich.
Klassik trifft Biografisches Erzählen!

Dauer: 45 - 60 Minuten
Zielgruppe: Kinder ab 10 Jahren



Fragen kostet nichts! Gerne gebe ich Euch dazu eine Antwort auf Eure individuelle Anfrage.

Genauso wie der Preis eines Schmuckstückes davon abhängt, ob es für den Hals, den Finger oder das Handgelenk bestimmt ist, aus welchem Material es gefertigt wird und wie aufwändig die Verarbeitung ist, so schaue ich...

... für wen, für wieviele
... wie lange
... welche Geschichten
... wie weit
... ob mit/ohne Zelt.

Wichtiger Hinweis:
Wenn wir uns über den Preis geeinigt haben, dann schaue ich während der Veranstaltung auch nicht auf die Uhr! Solange mein Publikum wie gebannt an meinen Lippen hängt, lasse ich gerne meine Erzählungen "den Zaun meiner Zähne verlassen." ;-)
 
Eine Orientierung/Rahmen finden Sie hier: AGB Erzählveranstaltungen (gültig ab 01.01.2017)



Honig,
Wachs
und Wünsche

Ein Märchen von Jack W. Franz für jedes Alter.

Foto: Rosel Grassmann

Am Rande eines geheimnisvollen Waldes, tief im Tal eines klaren Baches lebte eine kleine Familie. Ihr ganzes Vermögen bestand aus  einem Silberstück und kaum einer Hand voll Kupfermünzen. Der Vater stand in Diensten des Königs und seine Arbeit war schwer. Ihr werdet das vielleicht nicht glauben, denn er war der Oberschatzmeister. Jeden Tag zählte er die Reichtümer  des Königs und man hätte meinen können, dass er für seine genaue Arbeit anständig entlohnt würde. Doch am Ende des Monats wurde ihm nichts weiter als ein einziges Silberstück ausgezahlt.

Es war ihm nicht einmal erlaubt, den Goldstaub, der sich an seinen Händen abgerieben hatte, oder die Edelsteinsplitter, die sich in seine Hände gestochen hatten, zu behalten. Bevor er den Palast verließ, hatte er seine Hände an einem schwarzen Seidentuch abzuwischen, welches sodann in einen Krug ausgeschüttelt wurde, auf dem ein Etikett mit der Aufschrift: „Königlicher Goldstaub“ angebracht war, und der königliche Quacksalber zog mit einer silbernen Pinzette die Edelsteinsplitter aus seinen Fingern, um sie in einen anderen Krug zu legen, der mit „Juwelenscherben“ beschriftet war …

Eines Abends dachte die Mutter daran, dass am nächsten Tag der Geburtstag ihres Sohnes Owen war. Sie wollte einen Kuchen für ihn backen, konnte sich jedoch keinen Zucker leisten. So schickte sie Owen, wilden Honig im Wald zu holen … Und manchmal werden Honig-Träume und Wünsche war, doch immer sollte man dabei denken, weise zu wünschen ...


Die Traumbuche

nach einem Märchen von  Richard von Volkmann-Leander

Foto: Rosel Grassmann

Manche Geschichten liegen einfach auf dem Weg. Oftmals übersehen wir sie nur. Und da ist es gut, wenn es Menschen gibt, die uns darauf hinweisen. Auf meiner „Geschichtenwanderung“ im Jahr 2010 kam ich durch einen kleinen Ort und begegnete dem Glöckner. Ja, wirklich ... der ältere Mann mit Hund sprach mich an, als ich in meinem merkwürdigen Aufzug durch das Dorf schritt: "Wo kommen Sie denn her und wo wollen sie hin?" So wie in alter Zeit Fremde begrüßt wurden. Er erklärte mir, dass es seine Aufgabe wäre, die Glocken der Kirche zu läuten. Die Glocken hatten mich begrüßt, als ich das Dorf betrat; ich hatte ihren Klang noch in den Ohren.

Als er hörte, dass ich nach Potsdam will und auch dort aufgewachsen bin, da erzählte er mir von der Königin Luise von Preußen, die seine Großmutter immer sehr verehrt hatte ... und dann auch, dass sie einmal sogar in der Nähe des Dorfes gewesen sei. Es gäbe da einen Platz unter einer Buche, an dem das Königspaar zu einer Art Picknick empfangen wurde - der Königsplatz. Später hätte man zu Ehren dieses Ereignisses eine Blutbuche gepflanzt und eine schöne Informationstafel aufgestellt. Doch lange davor stand an einer Stelle unweit des Dorfes eine richtig große Buche. Und dann erzählte er mir eben diese Geschichte:

Die Buche stand auf einem grünen Rasenhügel und war ein so mächtiger Baum, wie sie heute gar nicht mehr wachsen ... weil die Tiere und Menschen, die Pflanzen und Bäume immer kleiner und erbärmlicher werden. Die Bauern sagten damals, sie hätte schon seit der Heidenzeit dort gestanden. Wer weiß, ob es wahr ist? Aber eine eigene Bewandnis hatte es
mit dem Baum: Wer unter ihm einschlief und träumte, dessen Traum ging auf jeden Fall in Erfüllung ...

Die Brücke am Tay

Erzählerische Bearbeitung einer Ballade von Theodor Fontane

Bild eines Abschnittes der Tay-Brücke um 1879 mit Dampfzug

Begleitet mich auf eine Reise nach Dundee, im Ort im Norden Schottlands. Begleitet mich zu einem Tag im Jahr 1879. Es war die Zeit, in der die breite, tiefe Mündung des Tay-Flusses als natürliche Barriere zwischen dem Norden Schottlands und Edinburgh  endlich überwunden wurde. Der ganze Stolz der Bewohner ist ihre Brücke über den Firth of Tay – ein Wunderwerk der Technik.  3264 m lang in Fachwerkbauweise errichtet … die längste Brücke der Welt. Vor zwei Jahren war der erste Zug darüber gerollt und Queen Victoria hatte ihren Erbauer zum Ritter geschlagen.

In einem leichten, anmutigen Bogen schwingt sich die Brücke über den Strom. Sie besteht aus Fachwerkträgern, deren Wände fast ausschließlich unterhalb der Gleisebene angebracht sind. So haben die Zugpassagiere einen ungehinderten Blick über die Weite der herrlichen Landschaft. Nur in der Mitte sind die Fachwerkträger ein wenig höher und nach oben gerichtet … die Pfeiler etwas weiter auseinander in den Grund getrieben worden, damit die Schiffe ungehindert passieren können ...

Im Brückenhaus auf der Nordseite … eben in Dundee … erwartet das Brückner-Ehepaar an diesem Tag ihren Sohn aus Edinburgh zurück. Es ist der 28. Dezember 1879 und sie wollen mit ihm das Weihnachtsfest nachfeiern. Denn Johnny ist Zugführer auf der Strecke und hatte Dienst an den Festtagen . Am späten Nachmittag zieht ein Sturm von der See her auf … Und da erinnert sich Mutter Mary Jane wieder an den Traum, aus dem sie am Morgen – schweißgebadet trotz der Kälte – aufgewacht war ...

When shall we three meet again?
In thunder, lightning or in rain?
„Wann treffen wir drei wieder zusamm‘?“
"Um die siebente Stund', am Brückendamm."
"Am Mittelpfeiler. Ich lösch die Flamm …"
„Ich mit …“

Drei fürchterliche Hexen … Töchter der Finsternis … die Erynien oder Furien … waren ihr erschienen. Schrecklich sahen sie aus, in schwarze Mäntel gehüllt, schwangen sie
in knochigen Händen ihre Fackeln aus Eibenholz. Düsterrote Glut stach aus ihren Augen. In ihren Wangen floss kein Blut und wo sonst Haare lieblich flattern, da sieht man Schlangen und Nattern, die giftgeschwollene Bäuche blähn …